Venuslauf 2026: Mit Txalaparta gegen Krebs in Bremen

Auch in diesem Jahr war der Baskische Kulturverein in Bremen (BEKE) wieder beim Venuslauf Bremen 2026 dabei. Am Sonntag, den 20. September, machten wir uns mit unserer Txalaparta auf den Weg in den Bürgerpark, um Menschen, die gegen Krebs kämpfen, unsere Solidarität zu zeigen und die Aktion zugunsten der Bremer Krebsgesellschaft auf unsere ganz eigene Art zu unterstützen.

Beim Venuslauf geht es nicht darum, als Erster ins Ziel zu kommen. Das Ziel ist vielmehr, gemeinsam möglichst viele Kilometer zu sammeln. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer laufen, gehen, walken oder fahren Rad, und Sponsoren verwandeln die zurückgelegten Kilometer in Spenden für die Bremer Krebsgesellschaft.

Und wir? Wir sorgten dafür, dass die Kilometer den passenden Rhythmus bekamen.

Txalaparta mitten im Bürgerpark

Unser Platz war in diesem Jahr am Dyckhoffpavillon, zwischen dem großen Kinderspielplatz und dem Marcusbrunnen. Die kürzere Strecke führte direkt an uns vorbei, aber auch die Wege der längeren Strecken verliefen nicht weit entfernt.

Eigentlich war für den gesamten Vormittag Regen angekündigt. Entsprechend skeptisch schauten wir bei unserer Ankunft noch in den Bremer Himmel. Am Ende erwies sich die Sorge jedoch als völlig unbegründet: Es blieb trocken, zwischendurch kam sogar die Sonne heraus und Läufer, Spaziergänger, Helfer und Besucher konnten einen überraschend angenehmen Septembervormittag im Bürgerpark genießen.

Für Musik sorgten an diesem Vormittag übrigens nicht nur wir. Auch Samba- und Batucada-Rhythmen waren im Park zu hören und trugen zur besonderen Atmosphäre des Venuslaufs bei. Zu Beginn befand sich die andere Percussion-Gruppe etwas näher bei uns, später verteilten sich die unterschiedlichen Rhythmen besser über den Park.

„Was ist das eigentlich für ein Instrument?“

Wie so oft, wenn wir mit unserer Txalaparta unterwegs sind, sorgte das Instrument nicht nur bei den Läuferinnen und Läufern für Aufmerksamkeit. Sobald wir zwischendurch eine kleine Pause machten, kamen immer wieder neugierige Menschen zu uns.

Was ist das für ein Instrument? Woher kommt es? Was für Holz verwendet ihr? Und wie spielt man darauf eigentlich?

Manche sahen eine Txalaparta zum ersten Mal, andere kannten sie zumindest vom Namen – und einige wollten natürlich selbst ausprobieren, wie es sich anfühlt, mit den Makilak auf den Holzbrettern einen Rhythmus entstehen zu lassen.

Gerade diese kleinen Begegnungen gehören für uns zu den schönsten Seiten solcher Veranstaltungen. Wir können nicht nur Musik machen, sondern ganz nebenbei auch ein Stück baskische Kultur in Bremen zeigen und erklären.

Leise ist die Txalaparta dabei ohnehin nicht. Sie ist ein Instrument, dessen Klang weit zu hören ist. Diesmal hatten wir zusätzlich ein Mikrofon und einen Lautsprecher dabei. So trug sich das charakteristische Txakun, txakun weit über die Wege und zwischen die Bäume des Bürgerparks. Auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer der längeren Strecken, die gar nicht unmittelbar an uns vorbeikamen, konnten uns auf den nahe gelegenen Wegen noch hören.

Für einen besonders unerwarteten Moment sorgte eine Gruppe, die während unseres Spiels vorbeikam. Ein gut gelaunter Mann schaute zu uns herüber, hob lächelnd die Faust und rief:

„Gora Euskadi!“

Damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet – und mussten entsprechend lachen. Offenbar trägt der Klang einer Txalaparta nicht nur weit durch den Bürgerpark, sondern weckt gelegentlich auch ganz unerwartete Erinnerungen.

Gemeinsam für einen guten Zweck

Beim Venuslauf dabei zu sein, ist für uns jedes Jahr etwas Besonderes. Einerseits können wir ein kleines Stück baskischer Kultur in eine Bremer Veranstaltung einbringen. Vor allem aber können wir damit eine Aktion unterstützen, hinter der ein wichtiges gemeinsames Ziel steht.

An diesem Vormittag liefen manche, andere gingen oder walkten, viele halfen bei der Organisation – und wir spielten Txalaparta. Jeder auf seine Weise, aber alle für dieselbe Sache.

Im Video gibt es einen kleinen Eindruck davon, wie das an diesem Vormittag klang und aussah: Txalaparta, Bürgerpark, Läuferinnen und Läufer und die besondere Atmosphäre des Venuslaufs 2026.

Schritt für Schritt, Kilometer für Kilometer und Txakun für Txakun gegen Krebs. 💚