Auch in diesem Jahr hat die Bremengo Euskal Kultur Elkartea – Baskischer Kulturverein in Bremen e.V. am 22. März die Korrika gefeiert, von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Treffpunkt war wie gewohnt der See neben der Universität, wo sich rund zwanzig Teilnehmende – darunter viele Kinder – versammelten. Von Anfang an herrschte eine fröhliche und familiäre Atmosphäre.
Für die passende Stimmung sorgte natürlich auch die Musik: Txalaparta, Alboka und Pandero begleiteten uns durch den Tag und brachten ein Stück baskische Kultur nach Bremen. Außerdem gab es ein gemeinsames Picknick, zu dem jede und jeder etwas beigesteuert hatte. Schnell füllten sich die Tische mit Tortilla, Kartoffelomelett und vielen weiteren leckeren Speisen. Auch das Wetter spielte mit: Es war zwar etwas frisch, aber sonnig, sodass man gut im T-Shirt draußen sein konnte.
Gegen Mittag begannen die Vorbereitungen für den Lauf. Der Wagen wurde aufgebaut, das Mikrofon eingeschaltet, und die Teilnehmenden versammelten sich zum Start unserer Bremener Korrika. Die Strecke führte einmal rund um den Unisee. In diesem Jahr übernahmen erstmals auch die Kinder den Staffelstab – mit großem Erfolg. Sie liefen motiviert mit, gaben den Staffelstab weiter und riefen gemeinsam unsere Parolen:
Tipi-tapa, tipi-tapa, Korrika!
Auch in Bremen für die baskische Sprache!
Ika-ika-ika, hier kommt die Korrika!
Viele Passantinnen und Passanten beobachteten uns neugierig, und immer wieder ergaben sich Gespräche. Dabei erklärten wir auch auf Deutsch, was die Korrika ist: ein Lauf zur Unterstützung der baskischen Sprache und Kultur.
So wurde deutlich, dass wir aus Überzeugung und mit Stolz laufen – weil wir Baskinnen und Basken sind und weil wir unsere Sprache lebendig halten wollen, ganz im Sinne der Korrika im Baskenland. Der Staffelstab wurde von Hand zu Hand weitergegeben, immer vorwärts.
Nachdem wir den See einmal umrundet hatten, versammelten wir uns am Ziel und lasen gemeinsam die Botschaft vor, die sich im Inneren des Staffelstabs befand. Anschließend klang der Tag in entspannter Atmosphäre aus: mit Musik, Gesprächen und spielenden Kindern im Park. Wie so oft weckte besonders die Txalaparta großes Interesse bei den Anwesenden, und wir nutzten die Gelegenheit, unsere Kultur zu erklären und zu zeigen.
Es war eine sehr schöne Erfahrung, und alle hatten sichtlich Freude an diesem gemeinsamen Tag.
Die nächste Korrika findet erst in zwei Jahren statt. Bis dahin werden wir aber auch in Bremen weiterhin tipi-tapa, tipi-tapa für die baskische Sprache aktiv bleiben – wie immer mit Engagement und Begeisterung.

